Confidential Computing und TEE
Kurz: Confidential Computing schützt Daten, während sie verarbeitet werden, indem der Code in einer abgeschotteten Hardwareumgebung (TEE) läuft, in die selbst der Betreiber des Rechners nicht hineinsehen kann.
Genauer: Verschlüsselung schützt Daten auf der Platte und im Netz. Während der Berechnung liegen sie jedoch im Speicher im Klartext. Ein TEE („Trusted Execution Environment”) schließt diese Lücke.
Im Detail
- Prinzip: Die CPU verschlüsselt den Speicher des geschützten Bereichs (Enklave oder verschlüsselte VM) und gibt ihn nur dem zugehörigen Code frei. Betriebssystem, Hypervisor und Cloud-Anbieter sehen nur Geheimtext.
- Technik: Intel SGX und TDX, AMD SEV-SNP, ARM TrustZone und CCA, in Telefonen die Secure Enclave.
- Attestierung: Die Hardware belegt gegenüber Dritten kryptografisch, welcher Code in welcher Umgebung läuft. Erst danach schicken Nutzer Geheimnisse hinein.
- Einsatz: Sensible Daten in der Cloud, gemeinsame Auswertung von Daten mehrerer Firmen, private KI-Inferenz, Schlüsselverwaltung.
- Grenzen: Man muss dem Chiphersteller vertrauen. Es gab Seitenkanal- und weitere Angriffe auf TEEs, und Leistung sinkt leicht.
- Alternativen: Homomorphe Verschlüsselung (rein mathematisch, aber langsam).
Siehe auch: Virtualisierung