Zellulare Topologie
Kurz: Bei einer zellularen (zellulären) Topologie wird das Gebiet in Zellen aufgeteilt. In jeder Zelle versorgt eine Basisstation die Geräte per Funk. Das bekannteste Beispiel ist das Mobilfunknetz.
Genauer: Jede Zelle hat einen Sendemast und einen begrenzten Radius. Wandert ein Handy in die nächste Zelle, wird die Verbindung unterbrechungsfrei weitergereicht (Handover). Die Basisstationen sind untereinander und mit dem Kernnetz verbunden.
Im Detail
- Frequenzen wiederverwenden: Nicht benachbarte Zellen nutzen dieselben Frequenzen. So bedient ein knapper Funkbereich sehr viele Teilnehmer.
- Zellgrößen: Makrozellen (viele Kilometer, Land), Mikro- und Pikozellen (Stadt, Gebäude), Femtozellen (Wohnung). In dichten Gebieten sind die Zellen klein.
- Vorteile: flächendeckend, mobil, gut erweiterbar (neue Zellen), Last verteilt sich.
- Nachteile: Funk teilen sich alle in einer Zelle (Bandbreite), Abhängigkeit von Mast und Anbindung, Störanfälligkeit.
- Generationen: 2G, 3G, 4G (LTE), 5G, jeweils mit höherer Geschwindigkeit und geringerer Latenz.
- Verwandt: Jede Zelle ist wie ein Stern um den Mast, die Masten zusammen bilden eine hybride Topologie. Auch WLAN mit mehreren Access Points arbeitet zellenartig.
Siehe auch: Netzwerk-Topologien, Punkt-zu-Mehrpunkt