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tracert (traceroute)

Kurz: Ein Befehl, der den Weg der Datenpakete zu einem Ziel über alle Router (Hops) mit der Laufzeit je Station anzeigt.

Genauer: tracert (Windows) bzw. traceroute (Linux/macOS) nutzt das Feld TTL (Time to Live) im IP-Header. Jeder Router senkt es um 1; bei 0 verwirft er das Paket und meldet Time Exceeded zurück (ICMP). So lernt man die Router auf dem Weg kennen.

Im Detail

Funktionsweise

tracert schickt Pakete mit TTL 1, 2, 3 und so weiter. Das erste Paket scheitert am ersten Router, der sich meldet, das zweite am zweiten und so fort, bis das Ziel antwortet. Pro Station werden drei Messungen gezeigt.

Beispielausgabe

  1    <1 ms    <1 ms    <1 ms  fritz.box [192.168.178.1]
  2     9 ms     8 ms     9 ms  p-gw.provider.de [62.x.x.x]
  3    11 ms    11 ms    12 ms  core1.provider.de [80.x.x.x]
  4     *        *        *     Zeitüberschreitung der Anforderung.
  5    13 ms    12 ms    13 ms  76.76.21.21

Wie man die Ausgabe liest

  • Sprünge in der Laufzeit: Dort ist vermutlich die Engstelle (lange Strecke, Überlastung).
  • * * *: Die Station antwortet nicht auf ICMP. Oft nur eine Firewall; ist das Ziel danach erreichbar, ist der Weg trotzdem in Ordnung.
  • Abbruch am Ende: Ab hier kommt nichts mehr an; dort liegt die Störung oder die Firewall des Ziels.
  • Viele Hops: Normal sind 8 bis 20 Stationen.

Optionen

OptionWirkung
-dkeine Namensauflösung, schneller
-h 30maximale Zahl der Hops
-w 1000Wartezeit je Antwort in Millisekunden

Unterschiede zwischen den Systemen

Windows sendet ICMP-Echo-Anfragen, traceroute unter Linux standardmäßig UDP-Pakete (mit -I ICMP). pathping verbindet tracert mit einer längeren Messung und zeigt Paketverlust je Hop; unter Linux leistet das mtr.

Siehe auch: Netzwerkbefehle in der CMD, ICMP, Time Exceeded, Router, Ping, IPv4, Latenz, TCP/IP-Modell