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Patchpanel

Kurz: Ein Verteilerfeld im Netzwerkschrank, auf dem die fest verlegten Netzwerkkabel aus dem Gebäude enden und über kurze Patchkabel mit den Switch-Ports verbunden werden.

Genauer: Das Patchpanel (auch „Rangierfeld“) trennt die feste Gebäudeverkabelung von der aktiven Technik. Die Kabel in den Wänden werden einmalig fest aufgelegt; was angeschlossen wird, bestimmt man später nur noch durch Umstecken der Patchkabel, ohne die Installation anzufassen.

Im Detail

Aufbau

Ein Patchpanel ist eine Leiste im 19-Zoll-Format mit meist 12, 24 oder 48 Buchsen (RJ45 für Kupfer, LC oder SC für Glasfaser). Auf der Rückseite werden die Installationskabel mit einem Auflegewerkzeug fest an Kontakte geklemmt (LSA-Technik), auf der Vorderseite stecken die Patchkabel. Jede Buchse ist nummeriert, und jedes Panel hat eine eigene Kennung (z. B. PP1). Zusammen ergeben sie die genaue Adresse eines Anschlusses, etwa „PP1, Port 14“, wie sie im Verkabelungsplan steht.

Warum nicht direkt in den Switch?

Würde man die Gebäudekabel direkt an den Switch stecken, müsste man bei jeder Änderung an fest verlegten Kabeln arbeiten, und die Steckverbinder am Switch würden durch häufiges Umstecken verschleißen. Das Patchpanel nimmt diese Belastung auf: Nur die flexiblen Patchkabel werden gesteckt, das Installationskabel bleibt unberührt. Außerdem lassen sich Anschlüsse so übersichtlich beschriften und ordnen.

Kategorie und Qualität

Das Panel muss zur Kabelqualität passen: Für ein Cat6a-Kabel braucht man ein Cat6a-Panel, sonst begrenzt das schwächste Glied der Kette die Geschwindigkeit. Panels gibt es geschirmt und ungeschirmt, passend zum verwendeten Kabel.

Beschriftung

Panel und Ports werden eindeutig beschriftet, sinnvollerweise so, dass die Kennzeichnung der Verbindung im Plan und am Panel identisch ist. Gute Dokumentation macht aus „irgendein Kabel im Schrank“ eine nachvollziehbare Verbindung.

Siehe auch: Verkabelungsplan, Netzwerkschrank, Switch, Cat-Kabel, Glasfaser