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IPv6: SLAAC und DHCPv6

Kurz: In IPv6 bekommen Geräte ihre Adresse meist selbst per SLAAC, ohne DHCP-Server. DHCPv6 gibt es zusätzlich für zentrale Verwaltung.

Genauer: SLAAC („Stateless Address Autoconfiguration”) nutzt Router-Ankündigungen: Der Router sendet das Netzpräfix, das Gerät hängt eine eigene Kennung an und bildet so seine Adresse.

Im Detail

  • Router Advertisement (RA): Der Router meldet periodisch oder auf Anfrage (Router Solicitation) Präfix (meist /64), Gateway und Hinweise.
  • Gerätekennung: Früher aus der MAC-Adresse (EUI-64), heute aus Zufallswerten (Datenschutzadressen), die regelmäßig wechseln.
  • Prüfung auf Doppelte: Vor der Nutzung prüft das Gerät per Duplicate Address Detection, ob die Adresse schon vergeben ist.
  • DHCPv6: Vergibt Adressen mit Verwaltung („stateful”) oder liefert nur Zusatzdaten wie DNS-Server („stateless”). Android unterstützt DHCPv6 für Adressen nicht, daher bleibt SLAAC wichtig.
  • Präfixdelegation: Der Provider gibt dem Router ein größeres Präfix (zum Beispiel /56 oder /60), aus dem er Netze für das Zuhause ableitet.
  • Vorteil: Kein NAT nötig, jedes Gerät ist eigentlich direkt erreichbar. Eine Firewall am Router ist daher wichtig.

Siehe auch: IPv6, DHCP